Geschichte des Embassy
Willkommen im Hotel Embassy – seien Sie bitte unser Gast. Es ist sicherlich interessant, an die Geschichte dieses einzigartigen Gebäudes zu erinnern und für einen Moment gegen den Strom der Zeit zurückzublicken. Was ist die Geschichte des Embassy und des Hauses, in dem es sich befindet?
Der Grundriss des Hauses Nr. 21 (Embassy) stammt aus der Zeit um 1800. Damals trug das Haus den Namen „Blaues Rössl“. Der Name hatte offenbar einen Zusammenhang mit den hiesigen Stallungen. Im Karlsbader Adressbuch von 1835 wird das Gebäude als einstöckiges Haus mit 6 Fenstern an der Fassade und 14 Ställen angeführt. Nebenan, wo sich heute das Museum befindet, befanden sich die städtischen Stallungen mit 40 Ställen.
Die Geschichte des Hauses ist eng mit der alteingesessenen Karlsbader Familie Pitroff verbunden. Ihre Mitglieder besassen es nahezu 100 Jahre lang. Aus dieser Familie ging auch der Gründer des Museums in Karlsbad, Anton Pitroff, hervor. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Joseff Pitroff mit Familie Eigentümer des Hauses; von 1898 bis Mitte der 1930er Jahre war es Josefina Pitroffová.
Nach 1850 wurde das Haus vom „Blauen Ross“ in „Fürst Reuss – Greiz – Fürst Reuss-Greiz“ umbenannt, vermutlich zu Ehren des Besuchs dieses Fürsten. Nach 1935 erfolgte eine Umbenennung in „Stadt Greiz“. Zu dieser Zeit waren Franz und Wilhelm Pitroff die Eigentümer des Hauses.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde im Haus Nr. 21 an der Neue Wiese ein Delikatessengeschäft eröffnet. Kurz nach 1920 kaufte der dort beschäftigte Evald Čermák das Geschäft mitsamt dem gesamten Gebäude von der Witwe seines Chefs. Im Jahr 1938 entschloss sich Evald Čermák zu einem radikalen Umbau des Delikatessengeschäfts in eine stilvolle Weinstübe. Um maximalen Platz für die Weinstübe zu gewinnen, bezog er die Fläche des ungenutzten Pferdestalls im Hinterhof in seine Umbaupäne ein. Da Čermák die beste Weinstübe in Karlsbad eröffnen wollte, beauftragte er den Experten Dr. Ing. Mewes mit den Baupänen. Der Architekt lieferte in kurzer Zeit einen Entwurf, den der Delikatessenhändler und Weinstübenbetreiber begeistert annahm. Die Weinstübe wurde im Sinne von Dr. Ing. Mewes in der Romantik konzipiert und sollte die Besucher mit Mythen und Legenden einer exotischen Vergangenheit begeistern. Daher schlug er auch den Namen „Zum Tazzelwurm“ vor, der sich auf ein legendäres giftiges Reptil aus den Alpenlegenden bezieht. Die Weinstübe war räumlich in vier aufeinanderfolgenden Säle aufgeteilt, von denen jeder sein eigenes Thema und eine entsprechende Einrichtung hatte. Es ist ein Glück, dass die Einrichtung der Weinstübe auch nach mehr als 50 Jahren nach ihrer Entstehung fast in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben ist.
Das Haus mit der heutigen Embassy-Weinstübe hat in seinen Mauern eine Reihe interessanter Persönlichkeiten beherbergt. Die vielleicht bemerkenswerteste war im Jahr 1901 der berühmte australische Unternehmer Charles Rasp, Entdecker der Silberlagerstätten in Broken Hill und Gründer der gleichnamigen Bergbaustadt in New South Wales. Auch heute beherbergt das Hotel Embassy zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten aus aller Welt, darunter Michael Douglas, John Malkovich, Miloš Forman und viele andere.